Gourmetfestival erleben im denkmalgeschützten Hotel ‚Cap Polonio‘

By Charlotte Sturm 2 Monaten agoNo Comments

Selbst die Süddeutsche Zeitung berichtete am 19. September 2022 über das ‚Cap Polonio‘, „das Hotel mit Kreuzfahrtvergangenheit“ in Pinneberg. Hier teilen sich die Nachfahren von Gründer Otto Olbers die Arbeit mit vier Familien.

Der Familienbetrieb blickt auf eine „interessante Firmengeschichte“ zurück, heißt es da: Erbaut hat das stattliche, vom Jugendstil geprägte Gebäude der Architekt Theodor Sievers im Jahre 1908. Die Urgroßeltern der heutigen Besitzer Otto und Christine Olbers machten 1935 das Haus zu einem Spitzenhotel. Dazu ließen sie das Mobiliar des ehemaligen Hamburger Luxusliners ‚Cap Polonio‘ einbauen. Der Dampfer, der regelmäßig nach Südamerika schipperte, war ausgemustert worden. Schiffsingenieur Otto Olbers ertrug den Gedanken nicht, dass „sein“ Schiff, auf dem er zur See gefahren war, verschrottet werden sollte. Seine Schnapsidee, die Mobiliarteile in 65 Barkassenfuhren über die Elbe und die Pinnau nach Pinneberg zu verschiffen, erwies sich als goldrichtig: Bis heute ist das Flair der 1920er Jahre aufgrund der Wandvertäfelung aus Rosenholz, Ledertapeten, Lampen und Heizkörperverkleidungen aus Messing allgegenwärtig. In den hell eingerichteten 53 Zimmern und im prunkvollen Festsaal kommen Tradition und Zeitgeist zusammen.

Für kulinarischen Genuss sorgt Küchenchef Marc Ostermann im Restaurant ‚Rolin‘. Regionale Top-Produkte mit frischen Kräutern aus dem Hotelgarten bestimmen seinen französischen Küchenstil, den er bei seinen Mentoren Thomas Martin und Michael Hoffmann verinnerlichte. Ein besonderes Highlight ist das Gastspiel von Sternekoch Michael Oettinger, den er in der Küche von Thomas Martin im Restaurant Jacobs schätzen lernte, im Rahmen des 36. Schleswig-Holstein Gourmet Festivals an gleich drei Tagen vom 30.9.-2.10.!

Seit letztem Jahr erstrahlt das Hotel in neuem Glanze: Die Fassade in frischem Weiß, die Balken in Blaugrün neu gestrichen und selbst die halbe Sonne oben unterm Spitzgiebel leuchtet dank einer neuen Lage Blattgold wie nie zuvor über den Pinneberger Stadtwald Fahlt. Die Restaurationsarbeiten fanden in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz statt. „Als wir sanieren wollten, haben wir Dr. Köster kontaktiert. Denn den historischen Hintergrund kennt man ja gar nicht“, erzählt Marc Ostermann. Köster trug vorsichtig die Farbschichten ab und förderte so den Originalanstrich zutage: „Mit dieser Methode können wir Bauherren überzeugen. Da findet momentan ein Umdenken zurück zu den Wurzeln statt“, sagt Berthold Köster. Die konstruktive Zusammenarbeit wurde vom Denkmalschutz mit einer emaillierten Denkmalplakette für den Familienbetrieb gekrönt.

Mehr Einblicke gibt es auf der Website des Hauses: https://cap-polonio.de/

Categories:
  Events, Mitglieder

Leave a Reply